Blick in die Geschichte

 

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren in Deutschland die Synagogen geschändet und angezündet, Juden tätlich angegriffen, jüdische Einrichtungen zerstört sowie Geschäfte und Wohnhäuser von Juden geplündert worden. Um an die Opfer zu erinnern, gehört der "Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome" am 9. November seit 2018 zu den offiziellen Gedenktagen der Evangelischen Kirchen in Deutschland.

Die Nationalsozialisten hatten das tödliche Attentat eines 17-jährigen Juden auf Ernst von Rath, einen höheren Beamten der Deutschen Botschaft in Paris, als Vorwand für die Reichspogromnacht genutzt. In einer Hetzrede am Abend des 9. Novembers 1938 hatte Propagandaminister Joseph Goebbels Vergeltung für das Attentat gefordert. Die Pogrome wurden von der SA, SS und Parteigenossen ausgeführt, aber auch Teile der Bevölkerung beteiligten sich. In Frankfurt am Main wurden um 5 Uhr früh die Synagogen aufgebrochen und in Brand gesteckt. Deutschlandweit wurden über tausend Synagogen zerstört. Auch jüdische Geschäfte und Schulen wurden demoliert. Hunderte Juden verloren ihr Leben. Zudem wurden 30.000 jüdische Männer für einige Monate in Konzentrationslager verschleppt.

Mit diesen Aktionen sollten Juden aus dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben vertrieben und zur Auswanderung gedrängt werden.

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https://www.ekhn.de/glaube/kirchenjahr/9-november/gedenken-an-die-reichspogromnacht.html

 

Foto: © Dirk Heuser / pixelio.de (www.pixelio.de)

 

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