Seid fröhlich in Hoffnung; geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet.

(Römer 12,12)


Wir möchten Sie herzlich einladen, im Gebet miteinander verbunden zu bleiben. Sonntags um 10 Uhr und an jedem Tag der Woche um 19.30 Uhr werden die Glocken läuten und so zum Gebet zuhause einladen.

Feiern Sie mit uns Gottesdienst von zu Hause aus.
Zünden Sie eine Kerze an und beten Sie mit uns.
Durch Gottes Geist sind wir mit ihm verbunden.

 

Kerze anzünden


Stille


Die Glocken läuten und rufen zum Gebet.
Jesus sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Wir sind versammelt. An unterschiedlichen Orten. Zur gleichen Zeit. Im Glauben.

 

Gott, ich bin hier / wir sind hier allein und doch durch deinen Geist alle miteinander, verbunden. Und so feiere ich, so feiern wir in deinem Namen Gottesdienst.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

 

Aus Psalm 23

1 Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

 

Stille


- wer mag, liest jetzt die Lesepredigt -

 

 

 


Fürbitte:

Gott.
Wir sind verbunden.
Als Menschen mit Menschen.
Als Glaubende miteinander.
Als Glaubende und Menschen mit Dir.

Wir bringen Dir unsere Gedanken, unser Danken und unser Sorgen.
Heute.

Vorschläge:
- Die Menschen, die krank sind: Heilung, Kraft, dass sie nicht angegriffen werden
- Vernunft bei den Menschen, wirklich Kontakt zu vermeiden
- Krankenhäuser und Personal: Kraft, Schutz und freundliche Menschen für sie
- Senioren und Alleinstehende: Einsamkeit/ Kontakte
- gegen die Corona – Pandemie
- für Kirchen & Gemeinden: dass sie diese Zeit gut überstehen und Licht sein können.
- für Selbständige: dass sie Hilfe bekommen und nicht bankrott gehen.
- für Familien: dass sie in der Krise zusammenwachsen statt auseinander.
- Schutz für die, die arbeiten müssen.


Vaterunser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Segen:
Ich wünsch dir Gottes Segen, ich wünsch dir seine Nähe, seine Kraft,
ein reich erfülltes Leben, über dem die Hand des Höchsten wacht,
Liebe und Wärme, Gelassenheit in allem, was du tust,
dass du auch in Stürmen sicher und im Frieden mit dir ruhst.
Ich wünsch dir diesen Segen!
Ich wünsch dir Gottes Segen, Geborgenheit in Vater, Sohn und Geist,
Glaube wie ein Feuer, das wärmt, und nicht in den Augen beißt,
Sehnsucht und Hoffnung, Menschen, die dich in die Weite führen,
Freunde, die dich tragen, Gedanken, die die Seele inspirieren.
Ich wünsch dir diesen Segen!
Gott segne dich, behüte dich, erfülle dich mit Geist und Licht.
Gott segne dich! Erhebe dich und fürchte nichts,
denn du lebst vor seinem Angesicht, Gott segne dich!
Lesepredigt:

Eine Passagiermaschine hebt ab. Als der Flughafen nicht mehr zu sehen ist, hören die Reisenden eine Durchsage: „Herzlich willkommen an Bord! Hier spricht Ihr Flugkapitän. – Ich arbeite heute von zuhause aus.“
Ja, so entstehen gerade Corona-Witze. Menschen versuchen mit Humor der beängstigenden Situation zu begegnen. Humor ist wichtig. Lachen hilft – genau wie Singen – gegen Angst und Sorge.
Aber ich finde: Dieser Witz hat noch einen tieferen Sinn! Die Welt ist in gewaltige Turbulenzen geraten. Die Luft wird dünn. Alles gerät ins Trudeln. Die Maschine sackt ab. Und es hat den An-schein, als wäre das Cockpit dieser Welt unbesetzt, als säße Gott daheim auf dem Sofa und schaute sich alles aus sicherer Distanz an.
Wir aber, wir stehen diesmal nicht auf der Aussichtsplattform des Flughafens, wie so oft bei Katastrophen. Diesmal sitzen wir mit der ganzen Welt in dieser einen Maschine, die auf den Abgrund zuzufliegen scheint. Wir zittern. Wir ängstigen uns. Wir beschäftigen uns mit den Problemen, die uns in stündlichen Aktualisierungen durch die Medien vor Augen geführt werden.
Doch da kommt nun eine ganz andere Durchsage: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Diese Durchsage kommt von Jesus. Jesus ist nicht unendlich weit weg. Jesus ist unmittelbar da-bei. Das hat er versprochen. Und das gilt für alle Tage. Das gilt auch jetzt, wenn ich mich zutiefst nach seiner Nähe seh-ne, nach seiner Zuwendung, seiner Geborgenheit und seinem Leben.
Jesus ist da. Das Cockpit ist besetzt. Darum möchte ich – bei allem besonnenen Hinhören auf die Ansagen der Behörden und Fachleute – noch aufmerksamer auf die Durchsage unseres Herrn Jesus Christus hören: Ja, er ist bei uns. Ja, er bleibt bei uns. Das Cockpit ist besetzt!
Aber das ist noch nicht alles. Im Flug-zeug ist das Cockpit bestens abgeschirmt. Da darf nur die Besatzung hinein und den Piloten ansprechen. Jesus aber schottet sich nicht ab. Er ist in aller Not dabei. Und er ist in aller Not an-sprechbar. Er gewährt uns einen direkten Draht zum Cockpit.

Reden wir mit ihm über alles, was uns Angst macht und Sorgen!
Überlassen wir ihm getrost die Sorgen.
Und lassen wir uns von ihm in die Für-sorge rufen für die, die uns anvertraut sind.
Lassen wir uns so ganz neu von ihm beschenken mit der Heiterkeit des Glaubens und mit der Gewissheit: Das Cockpit ist und bleibt besetzt.